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Kristallbett

Ein dichtes Feld, das den Besuchern ausweicht

Ort
Westfälische Salzwelten, Bad SassendorfBad Sassendorf
Zeitraum
2026

Werkraum-Dossier PDF

Das ganze Feld wird auf der Grafikkarte berechnet: Quarze, Nadeln, Würfel, Oktaeder und Trichterkristalle stehen in Drusen beieinander, jede Szene mit einer anderen Mischung aus Formen, Größen und Verteilungen.

Die Kristalle weichen nicht physikalisch, sie weichen durch Wachstum. Nähert sich ein Objekt, ziehen sie sich in den Boden zurück und lehnen sich weg; ist es vorbei, wachsen sie von selbst wieder hoch. Eine Berührung lässt sie ringsum ganz schnell verschwinden; kurz warten, dann wachsen sie von innen nach außen neu auf. Nur ganz selten reißt sich einer los und zerspringt.

Ein dichtes Kristallbett ist in Bad Sassendorf keine Erfindung: Im Boden unter dem Hellweg liegt gewachsenes Salz, Kristall an Kristall. Das Haus selbst handelt davon: Die Dauerausstellung „Das weiße Wunder“ der Westfälischen Salzwelten führt in unterirdische Gewölbe voller Kristalle, die vor über 250 Millionen Jahren entstanden sind, zeigt ihre Gitterstruktur unter Salzmikroskopen und erzählt, wie am Hellweg aus Sole Salz wird — Bad Sassendorf ist ein alter Sälzerort.

„Kristallbett“ ist zu erleben beim Ferromone Familienfest „Farbexplosion“ in den Westfälischen Salzwelten, Bad Sassendorf – am Samstag, 17. Oktober 2026, von 18 bis 22 Uhr.

Einordnung im postdigitalen Setzungsmodell

Der Kristall ist selbst eine Setzung: eine Form, die nach Regeln wächst — Kante, Fläche, Achse. Hier setzt nicht nur der Blick, sondern die Bewegung im Raum: Wer näher kommt, nimmt der Form ihren Stand, wer weitergeht, gibt ihn zurück. Wo die Serie Farbexplosion die Form ins Konturlose auflöst, läuft es hier umgekehrt — aus dem Flachen wächst sie in die Form zurück.

Videos

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  • KristalleWachstumBerührung

    Kristallbett – Rundgang

Bilder

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