Giganten & Kunst ist eine Gemeinschaftsausstellung des BBK Westfalen in der Kompressorenhalle der Kokerei Hansa in Dortmund. Zwölf Künstlerinnen und Künstler zeigen Arbeiten zwischen den historischen Kompressoren der ehemaligen Industrieanlage und setzen sich mit dem besonderen Ort auseinander.
Gemeinsam mit Sandra Tusch-Dünnebacke und Cornelia Regelsberger bin ich Teil des Kuratorenteams der Ausstellung. Neben der kuratorischen Arbeit bin ich mit der Werkgruppe BRUTAL VERDREHT vertreten.
Die Werkgruppe besteht aus drei Arbeiten mit digitaler Lichtkunst.
Ausgangspunkt ist der historische Kompressor. Die Arbeiten greifen formale Eigenschaften der Maschine auf – Rotation, Verdichtung und Strömung – und führen sie in einer gegenstandslosen Bildsprache weiter. Sie bewegen sich zwischen konkreter Kunst, informeller Bewegung, Ungegenständlichkeit und Räumlichkeit.
Die Digitale Lichtkunst verfolgt dieselbe Fragestellung wie die Malerei. Sie ersetzt das Bild nicht, sondern ergänzt dessen Setzungen in die Zeit. Wie bereits in FLACHER RAUM folgt die Arbeit meinem postdigitalen Setzungsmodell. Das digitale Medium wird nicht als eigenständige Bildwelt verstanden, sondern als Fortsetzung malerischer Setzungen mit anderen Mitteln. Malerei und Digitale Lichtkunst bilden deshalb keine getrennten Werkgruppen, sondern zwei Erscheinungsformen derselben künstlerischen Fragestellung.
Die drei Arbeiten entstehen als ortsbezogene Installationen für die Kompressorenhalle der Kokerei Hansa. Sie beziehen sich auf die räumliche Situation und entwickeln ihre Setzungen aus den formalen Eigenschaften des Ortes und der historischen Maschinen.