IMMERSIVE ART

KUNSTATELIER & DIGITALSTUDIO

KÜNSTLERPROFIL

*Tobias Post (1969, Bochum)

Immersiver Medienkünstler und Kunstmaler, Mitglied BBK Westfalen


T.Post entwickelt interaktive, raumgreifende Arbeiten, die über 3D-Sensorik in Echtzeit auf das Publikum reagieren. Grundlage sind programmierte, generative Algorithmen; Die künstlerischen Wurzeln von T.Post kommen aus der informellen und ungegenständlichen Malerei. T.Post greift Pop-Art sowie Konkrete Kunst auf und bringt diese in Bewegung.
Schwerpunkt sind freie eigene künstlerische Werke, Arbeiten mit Musiker:innen und bildenden Künstler:innen und immersive Porträts.
T.Post verbindet malerische Erfahrung mit präziser technischer Ausführung. Farbe, Fläche, Raster und Rhythmus werden als bewegte Systeme erfahrbar; Betrachter werden durch Interaktion Teil des Bildgeschehens. Ziel ist eine klare, robuste Präsentation für museale, institutionelle und kommerzielle Kontexte.
Hervorzuheben ist die Ausstellung im Museum Westfälische Salzwelten (Bad Sassendorf) mit der Künstlergruppe Hellweg Konkret.


Profil
Seit 2022 steht bei T.Post die künstlerische Praxis im Zentrum; Technik wird gezielt als künstlerisches Werkzeug eingesetzt.
Mitglied im BBK Westfalen seit 2025.
Studium Informatik mit Nebenfach Kunst an der TU Dortmund; zugunsten einer eigenen Unternehmensgründung beendet.
Langjährige Praxis als Entwickler in Echtzeit-3D, Bild/Video und interaktiven Systemen; dieses Wissen bildet heute das technische Fundament der Installationen.
2009 Gründung NOTIONCUBE Software GmbH (Softwaremanufaktur).
2022 Umfirmierung zu CUBE4DEV GmbH – Kunstatelier & Digitalstudio.


Technischer Hintergrund
Echtzeit-Systeme (u. a. C++, C#, Qt), 2D/3D-Pipelines, Video/Audio-Processing; Digitale Installationen für sensorbasierte Interaktion und generative Software.


Ausstellungsorte (Auswahl, alphabetisch)
Altstadtfest (Hattingen) · Artothek (Ludwiggalerie Schloss Oberhausen) · Birschel Mühle (Hattingen) · Das Deutsche Elektrizitätsmuseum (Recklinghausen) · Halle205 (Bochum-Langendreer) · Hoesch-Gasometer Phoenix-West (Dortmund) Kunstverein - Kunstverein Dusiburg Offenes Atelier (Duisburg) · Künstlerhaus Dortmund (Dortmund) · Kunst besucht Kirche – Methodistische Kirche (Bochum) · Kunstkirche Heilig Kreuz (Bottrop) · Kukloch – Kirche & Kunst (Witten-Stockum) · LWL-Museum Henrichshütte (Hattingen) · Museum Westfälische Salzwelten (Bad Sassendorf) · Musikfestival (Paderborn) · Post’s Lottental (Bochum) · Projektspeicher (Dortmund) · St. Maximilian Kolbe (Witten-Stockum) · TYDE (Dortmund Hafen)





Postdigitales Setzungsmodell nach Tobias Post


Kunst ist für mich immer auch Haltung und Denkschule. Damit verständlich wird, was mich bewegt, was hinter der Kunst steckt und warum sich das nicht durch ein bloßes „Draufschauen“ erschließt, skizziere ich hier die Theorie, mit der ich meine Arbeit betrachte und beschreibe.
Normalerweise wird der Blick durch die Brille von einer vereinfachten und einer einzigen Sicht auf Kunst bestimmt. So wie durch die Augen eines Handwerkers von Kunst als Können, eines Händlers als Verkaufswert, eines Sportlers als Wettkampf, eines Politikers als Meinung und viele andere. Mir fallen sofort zahllose Berufe mit ihren eigenen Betrachtungsmaßstäben ein.
Vielfach bleibt es bei dieser einen linearen Wertung mit einer einzigen Dimension, die dann als Ziel eine Hierachisierung von Kunst ergibt. Unbewußt landet es dann schnell bei Wertungen wie "Das Bild finde ich schön", "Das ist zu flach" oder "Mir fehlt die Werkdichte". Es ist leicht direkt einzuordnen als ein klassisches Vorurteil.
Für mich bedeutet im Auge des Betrachters eben nicht die Bestimmung eines Wertes und Urteils sondern zuallerst eine unbewußte Setzung der Blickwinkel und des Bedeutungsrahmens.

In meiner Haltung stufe ich diese Form von Wertung als naiv ein. Natürlich habe ich auch solche Impulse in mir wenn ich Kunst betrachte. Ich sehe das als Herausforderung genauer hinzuschauen! Der Reifegrad der Kunstbetrachtung wächst wenn man den eigenen Bedeutungsrahmen klar vor Augen hat.

Kunst liegt im Auge des Betrachters – und genau deshalb ist auch das Betrachten eine Form von Setzung: Nicht weil alles beliebig wäre, sondern weil jede Lesart Bezugspunkte wählt und damit Bedeutung herstellt.
Besonders möchte ich vorab hinweisen auf mein erweitertes Verständnis von Gegenständlichkeit. Sowie eine Form von hinzufügendem Kontext, die nicht Überblick durch Abstand wie durch Vereinfachung in der Abstraktion herstellt, sondern Sichtbarkeitsabstand durch anreichernde Setzung bestimmt.

Die eigene Qualität der Kunst


Als Künstler:in ist es mir ein Anliegen, neugierig zu bleiben und – ja – auch mit einem gewissen Größenwahn voranzuschreiten: mit einem neuen Blick auf den Schultern von Riesen zu stehen, um dann etwas Eigenes zu setzen.
„Kunst ist Setzung“ ist für mich ein zentrales Kernkonzept. Ich habe es vor fast 40 Jahren von meinem Kunstlehrer gelernt. Damals, als Schüler, habe ich die Tragweite noch nicht überblickt.
Setzung heißt für mich Bewußtheit und Reflektion. Das Verstehen von sichtbaren Entscheidungen, ist es eine "gestische Setzung", Ergebnis von Regeln oder eingebettet in die Kette von "Vorraussetzungen".
Das Treffen von Entscheidungen in der Kunst hat eine eigene Qualität – im Unterschied zum Forschen in der Wissenschaft und zur Suche nach überprüfbarer Wahrheit. Kunst ist kreativ und schöpferisch; für mich ist das eine universelle und kraftvolle Erkenntnis.
Jede:r Künstler:in – bewusst oder unbewusst – bewegt sich in Traditionen, Kopien, Abweichungen und Neuem. Künstler:innen sind in ihrer künstlerischen Position oft von Glaubenssätzen und Stilschulen geprägt. Man beginnt nicht bei null; man ist immer eingebettet.
Meine Wahrnehmung ist, dass sich Neues in der Kunst oft nur schwer sauber positionieren lässt – und dadurch in vereinfachter Kunstbetrachtung stecken bleibt. Mir ist es ein Anliegen, die Besonderheit einer künstlerischen Position besser erklärbar zu machen. Deshalb folgen kurze Einleitungen zu aktuellen, problematischen Diskussionsfeldern. Anschließend erläutere ich mein eigenes postdigitales Setzungsmodell.

Hintergrund und Notwendigkeit einer klaren Denkschule



Herausforderung Digitalkunst



Digitale Kunst ist – durch Zeitlichkeit und Interaktivität – stilistisch oft stärker im Fluss als traditionelle bildende Kunst. Selbst kinetische Skulptur, Video , Medienkunst, die ebenfalls zeitbasiert arbeitet, wirkt in vielen Fällen stilistisch stabiler. In der Digitalkunst mit der Interaktivität durch seinen Betrachter können sich Stil, Kräfte und Kontext fortlaufend verändern: Das Ziel, über das man spricht, bewegt sich mit.

Die Wurzeln


Gerade die historische Einordnung zeitgenössischer digitaler Kunst in Traditionen oder sichtbare Wurzeln wirkt auf mich oft weniger stabil, weil sich Bezugsrahmen schneller verschieben.
Häufig entsteht im Vermittlungsbetrieb eine bequeme Sortierlogik: „traditionell“ versus „digital“, „alt“ versus „jung“. Das sind weniger Beschreibungen realer Praxis als Etiketten zur schnellen Kommunikation. Mein Interesse liegt darunter: Welche Setzungen werden getroffen – unabhängig vom Medium? Wo liegt die innere Logik, wo der Bruch, wo die Entscheidung?

Kuratorische Themenlogik


Kuratorische Rahmung ist für Kunst unverzichtbar: Sie schafft Öffentlichkeit, Kontext und Lesbarkeit. Gleichzeitig erzeugen Institutionen, Förderlogiken und Kommunikationsformate einen Druck zur eindeutigen Erzählung.
Meine Kritik richtet sich nicht gegen Themen, sondern gegen den Moment, in dem die künstlerische Setzung hinter einer kuratorischen Zweckformel verschwindet. Dann wird das Werk nicht mehr als Autor:innenschaft sichtbar, sondern als Beleg innerhalb einer Erzählung.
Mein Vorschlag ist ein anderes Gleichgewicht: Thema ja – aber sichtbar als künstlerisch gesetzter Gegenstand im Werk, nicht als vorgeschaltete Legitimation. So bleibt die künstlerische Perspektive erkennbar, und der Diskurs gewinnt an Tiefe.

Maschinelle Massenproduktion und KI


Neu – und sehr aufgeladen – sind die Diskussionen und Ängste rund um generative KI. Für mich ist die zentrale Frage weniger „Bewusstsein“, sondern Autorschaft: Wer trifft die entscheidenden Setzungen, wer trägt Verantwortung, wer steht für Kontext und Wirkung ein?
KI kann Material liefern, Variation beschleunigen, Muster vorschlagen – aber eine künstlerische Position entsteht dort, wo eine Künstler:in Auswahl trifft, Grenzen setzt, Bedeutungen verantwortet und das Werk als Haltung ausweist. Künstler:innen sollten sich hier selbstbewusst und klar positionieren.

Ein allgemeines Feldmodell zum Einkreisen von Kunst


Um meine Denkschule verständlich zu machen, erkläre ich zuerst ein allgemeines Feldmodell. Dieses Modell beschreibt eine Möglichkeit, Kunstwerke einzuordnen, um ihre Verbindung zu Tradition, Stilen, Kontexten und Konzepten tiefer zu erforschen – und damit stärker diskutier- und erfahrbar zu machen. Darüber hinaus hilft es, Werke und Künstler:innen in Beziehung zu setzen.
Ziel ist es, von einer simplen, stilorientierten Einwortbeschreibung wegzukommen und der Entwicklung und Veränderung künstlerischen Werdens wirklich Rechnung zu tragen.
Man nimmt verschiedene Blickwinkel ein und bestimmt beim Werk Nähe und Abstand. Durch weitere Setzungen definiert man Betrachtungspunkte in einem Feld. Bezugspunkte können z. B. Kunststile, Kunstschulen, Prinzipien, Kontexte, Eigenschaften, Gestaltung, Inhalte – oder frei gewählte Perspektiven auf Kunst – sein.
Die Wahl der Bezugspunkte ist eine bewusste Setzung der Künstler:innen oder der Betrachtenden, um Werken in ihrer inneren Logik näherzukommen.
  • „Kunst ist Setzung“ (der Künstler:innen).
  • „Betrachtungspunkte zu definieren ist Setzung“ (des Betrachtens).
  • „Positionierung ist Analyse und Diskussion“ (des Betrachtens).

Beschrieben wird die Position durch Nähe und Abstand zu den Bezugspunkten. Mit diesem Modell kann man sich sehr frei mit jedem Thema und jeder Kunst auseinandersetzen. Künstler:innen sind natürlich auch Betrachtende. Künstler:innen können bereits vor der Werksetzung bewusst Bezugspunkte setzen und sich daran ausrichten – der Blick der Betrachtenden ist jedoch in seiner Freiheit nicht daran gebunden.

Postdigitales Setzungsmodell nach Tobias Post


Aus meiner Praxis sind meine wichtigsten Blickwinkel Informel, Konkrete Kunst und Gegenständlichkeit. Diese drei Perspektiven bilden meine Feldpunkte, um meine Werke zugänglicher, sichtbarer und erklärbarer zu machen.

Momentum


„Postdigital“ bezeichnet in kulturwissenschaftlichen Diskussionen grob eine Gegenwart, in der Digitalität nicht mehr als Neuigkeit gilt, sondern als selbstverständlicher Teil unserer Lebens- und Kunstrealität. Digitalität ist künstlerische Gegenwart – nicht automatisch Innovation.
Ich arbeite künstlerisch seit über vier Jahrzehnten auch mit digitalen Verfahren. Als malerisch denkende:r Künstler:in ist das Digitale für mich ein zentraler Baustein, um Zeit und Interaktivität als Momentum zu integrieren. So kann ich Veränderung in ein einzelnes Werk setzen, ohne zwingend auf serielle Werkreihen angewiesen zu sein.

Informel


Als Kind meiner Zeit bin ich vom Informel stark geprägt. Meine Malerei ist als Geste zu verstehen – in ihrer punktuellen Einzigartigkeit. Jeder Strich ist Bewegung und im Moment der Gegenwart verankert. (Zen-Meditation lässt grüßen.)

Konkrete Kunst


Die konkrete Kunst liegt mir auch durch meine Berufserfahrung als Softwareentwickler nahe. Analytisches, abstrahierendes, ordnendes und architektonisches Denken ist für mich eine Art Lebensader. In Deutschland ist diese Tradition unter anderem durch das Bauhaus stark verankert.

Zwei stilistische Pole einer Achse


Vereinfacht sind Informel und konkrete Kunst für mich zwei Pole zwischen kreativer Spontanität und klarem Konzept. Jedes Werk – und jede künstlerische Praxis – bewegt sich dazwischen; kaum etwas erreicht diese Ideale in reiner Form. Beide Gegenpole sind für mich in jeder kreativen Arbeit universell beteiligt.
Zu beiden Richtungen existieren zahlreiche Definitionen und Erklärungen. Die historische Einordnung ist komplex und von Forschung wie auch von Debatten geprägt; philosophisches Denken schwingt häufig mit.

Gegenständlichkeit


„Gegenständlichkeit“ wird im Alltag meist als Bezug auf Dinge verstanden, die anfassbar oder sichtbar sind und die man im Bild abbilden kann. Der wahrgenommene Abstand des Bildes zur Realität wird dann oft als Grad von Abstraktion oder Vereinfachung gelesen. Abstraktion bewegt sich damit fließend zwischen Gegenständlichkeit und Ungegenständlichkeit.
Informel und konkrete Kunst wirken auf den ersten Blick ungegenständlich und damit „rein“. Wenn jedoch keinerlei Bezugspunkt (kein „Gegenüber“) mitgedacht wird, verliert der Begriff „Abstraktion“ an Schärfe – denn Abstraktion setzt normalerweise voraus, dass etwas von etwas abstrahiert.

Der Bezugspunkt als Setzung des Betrachtens


Aus einer Metaperspektive ist das Bilden eines Bezugspunkts zum Werk eine Setzung des Betrachtens. Mir ist wichtig zu betonen: Die Bildung eines „entgegenstehenden“ Objekts zum Abbild kann eine Entscheidung der Betrachtenden sein – ähnlich wie man in einer Form ein Porträt, einen Stuhl oder eine Landschaft erkennt.
Auf die Spitze getrieben: Jemand sieht eine blaue Fläche und entscheidet, „das ist ein Elefant“. Oder man wählt einen inneren Bezug und sagt: Die blaue Farbe selbst ist ihr eigenes Gegenüber – als Konzept von Farbe.
Umgekehrt kann man auch jedes gegenständlich gelesene Bild ohne Gegenstandsbezug betrachten und ungegenständlich gewichten. Ab wann ist die reine Betrachtung von Gestaltung selbst schon ein „Gegenstand“ der Betrachtung?
Daran sieht man: Es geht nicht zwingend um einen Gegenspieler in der äußeren Realität, sondern um etwas Gegenüberstehendes im subjektiven Erleben. „Gegenständlichkeit“ ist damit oft intellektueller und philosophischer, als es auf den ersten Blick wirkt – und geht über die Idee des realistischen Abbilds hinaus.

Hinzufügender Kontext


Abstraktion lebt von der Vereinfachung. Das Wesen des Abstrahierens ist das Weglassen. Durch das "Hinzufügen" von Regeln oder gestischer Setzung kann ich den Gegenstand in einen erweiterten Blickwinkel rücken. Dadurch verliert die Gegenständlichkeit das Merkmal des Alleinseins und muss Vollständigkeit abgeben. Der Gegenstand teilt sich das gesamte mit Neuem und wird umfassender, der Gegenstand verliert, das Gesamte wird größer. Damit ist es zwar keine klassische Abstraktion, aber es klärt den Kontext durch eine entgegengesetzte Herangehensweise.
Es ist ein Gegensatz zum Weglassen und ein kreatives Hinzufügen. Wichtig ist es für mich durch eine Zufügung mit Elementen des Informel oder der konkreten Kunst einen klaren Gegenpol zur Gegenständlichkeit bewußt zu Nutzen.

Hintergrund: Diskutierbarkeit


Um den Bogen zur Diskutierbarkeit von Kunst zurückzuschlagen: Auch ein Konzept, ein Prinzip oder ein gesellschaftlich relevantes Thema kann als „Gegenstand“ im Werk gesehen werden. Dadurch erhält es einen Platz im künstlerischen Kontext, statt frei zu schweben. Die künstlerische Position lässt sich dann – auch im inhaltlichen Diskurs – über Grade von Abstraktion verorten und in Relation zur formalen Arbeit setzen.
Pragmatisch lässt sich aus diesem Ansatz auch die Erstellung von Diagrammen und Feldmodellen ableiten, um Künstler:innen und Werke vergleichbar zu machen. Das postdigitale Setzungsmodell ist damit ein flexibles Modell zum Betrachten von Kunst, um über verschiedene Blickwinkel tiefer, vielschichtiger und bewusster in ein Werk einzutauchen. Es bietet ein Rahmenwerk, um Sprache relational – mit festen Bezügen – zu präzisieren.

Fortführung


Das hier ist generell auch nur ein erster Einstieg. Die Facetten des Modells bedürfen noch einfach viel mehr Erklärung und Feinschliff. Auch ganz konkrete Beispiele wie man mit diesem Modell in der Praxis wirklich umgeht werden folgen.
Gerade das Ausarbeiten der Pole in unterschiedlichen Stil-Unterkategorien ist sehr spannend. Ich find es sehr lohnend hier dicht an das Kunstwerk zu gehen und klar sichtbare Gesten und Regeln mit der Analyse zu verbinden.

Anmerkung


Mir ist wichtig zu betonen, dass es hierbei nicht um Wertung, Qualitätswettkampf oder Deutungshoheit geht. Es geht nicht darum, einen Blickpunkt über einen anderen zu stellen und dadurch Hierarchien zu erzwingen.
Kunst besitzt eine eigene Qualität, die weit über Wahrheit, Wissen und Wert hinausgeht. Bewusstsein kann dort wachsen und das Menschsein beflügeln, wo Freiheit, Respekt und eine mitfühlende Haltung möglich sind.