Tobias Post (*1969, Bochum) entwickelte mit dem Postdigitalen Setzungsmodell einen Ansatz zur Beschreibung künstlerischer Praxis im digitalen Zeitalter. Im Zentrum steht die Setzung. Sie begründet das Werk, bestimmt seinen künstlerischen Gehalt und geht jedem Verfahren voraus.
Die Arbeiten von Tobias Post stehen in der Tradition der informellen und ungegenständlichen Malerei sowie der Konkreten Kunst. Farbe, Fläche, Raster, Rhythmus und Bewegung bilden die zentralen Elemente seiner Bildsprache.
Seine Werke erweitern das Bild um Zeit, Licht, Raum und Interaktion. Dabei entstehen veränderliche Bildzustände innerhalb einer gesetzten Ordnung. Veränderung wird nicht als Gegensatz zur Form verstanden, sondern als Bestandteil des Werkes.
Im Mittelpunkt steht das Bild. Verfahren und Werkzeuge dienen seiner Realisierung. Die Arbeiten folgen keiner technologischen Programmatik, sondern einer bildnerischen Setzung.
Seit 2022 steht die freie künstlerische Arbeit im Mittelpunkt seines Schaffens.
Tobias Post ist Mitglied im BBK Westfalen, Sprecher der Region Westliches Ruhrgebiet sowie Mitglied im WBK.
Nach dem Abitur studierte er Informatik mit Nebenfach Kunst an der TU Dortmund. Das Studium beendete er zugunsten einer eigenen Unternehmensgründung. Die langjährige Entwicklung digitaler Bildsysteme bildet heute das technische Fundament seiner künstlerischen Arbeit.
Ausstellungen und Präsentationen erfolgten unter anderem im Museum Wendener Hütte, Museum Westfälische Salzwelten, LWL-Museum Henrichshütte, Hoesch-Gasometer Phoenix-West, Künstlerhaus Dortmund, Artothek - Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Deutsches Elektrizitätsmuseum Recklinghausen, Kunstkirche Heilig Kreuz Bottrop, Kunstverein Duisburg, sowie weiteren Museen, Kunstvereinen und Ausstellungshäusern.