Leere
Ein, zwei Objekte – der Untergrund trägt das Bild
Die Landschaft dieser Arbeit ist aus einer Figur gebaut: eine weite Lichtung, darin wenige sehr große Bauten mit Innenhof.
Die Arbeit gehört zur Reihe Minimal Quaderspuren: ein Feld aus lauter gleichen Quadern, verschieden tief in den Grund geschoben zu einer Stadt aus Rechtecken, darauf Würfel aus Würfeln, die über ihre Kanten rollen. Der Grund weicht ihnen aus und behält eine Weile ihre Farbe. Der Aufbau ist bei „Spalten“ beschrieben, der Grundform der Reihe.
Einordnung im postdigitalen Setzungsmodell
Fast keine Bewegung. Übrig bleibt der Untergrund, der sonst nur trägt.
Die Reihe arbeitet mit Raster, Rhythmus und Wiederholung. Abweichung entsteht über die Höhe, in der jeder Quader im Grund steht, und in der Folge: Würfel, die hintereinander rollen, sind in unterschiedlichen Phasen ihrer Drehung. Aus dieser Varianz lebt die Wiederholung.
Quadrat und Rechteck sind konkrete Formen, im Grund wie in den Körpern darauf. Erst wo die Bewegung auf den Grund trifft, bekommt sie einen informellen Impuls. Zwei konkrete Strukturen, deren Wechselwirkung eine informelle Folge hat – darin liegt wieder das Spannungsfeld zwischen konkret und informell. Zwischen beiden Polen lassen sich hier Stufen verfolgen: das feste Raster, der Würfel, der Kante um Kante rollt, der Grund, der ausweicht und zurückfedert, die Spur, die ihre Farbe nur eine Weile hält.
Zwischen ungegenständlich und gegenständlich gilt: Schon die räumliche Ansicht stellt die konkreten Formen gegenständlich dar, als Körper im Raum. Damit ist die Reihe eigentlich eine virtuelle Skulptur in Bewegung – eine skulpturale Digitalanimation.
视频
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Minimal QuaderspurenLeereRuhe
Leere – Rundgang