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Ring – Leere

Ein schmaler Ring im Dunkel

Dossier del laboratorio PDF

Die Landschaft dieser Arbeit ist aus einer Figur gebaut: eine weite Lichtung, darin wenige große Bauten mit Innenhof, abwechselnd außen und innen. Sie wiederholt sich rundum, ohne Naht.

Ring: fein und schmal, 400 Stäbe rundum, 12 breit. Objekte: zwei bis sechs Würfel. Gesten: selten und langsam. Kamera: fast still, oft in der Totale.

Die Arbeit gehört zur Reihe Minimal Ring, der vierten nach Minimal Quaderspuren, Minimal Sphere und Raw Cube: eine Stadt aus Stäben auf einem Ring mit rechteckigem Querschnitt, ein Raster ohne Naht über Außenmantel, Seiten und Innenmantel, darauf Würfel aus Würfeln, die außen und innen endlos rundum rollen. Der Aufbau ist bei „Ring – Spalten“ beschrieben, der Grundform der Reihe.

Einordnung im postdigitalen Setzungsmodell

Fast keine Bewegung. Übrig bleibt der Ring im Dunkel, der sonst nur trägt.

Die Reihe arbeitet mit Raster, Rhythmus und Wiederholung. Abweichung entsteht über die Höhe, in der jeder Stab im Grund steht, und in der Folge: Würfel, die hintereinander rollen, sind in unterschiedlichen Phasen ihrer Drehung. Auf dem Ring kehrt jede Bahn in sich zurück, außen wie innen; jede Arbeit hat dazu ihre eigene Ringform, ihr eigenes Raster und ihren eigenen Rhythmus.

Quadrat und Rechteck sind konkrete Formen, im Grund wie in den Körpern darauf – selbst der Querschnitt des Rings ist ein Rechteck. Erst wo die Bewegung auf den Grund trifft, bekommt sie einen informellen Impuls, bis hinüber auf die Seitenscheiben, über die eine Welle läuft, wenn oben ein Würfel vorbeizieht. Zwei konkrete Strukturen, deren Wechselwirkung eine informelle Folge hat – darin liegt wieder das Spannungsfeld zwischen konkret und informell. Zwischen beiden Polen lassen sich hier Stufen verfolgen: das feste Raster, der Würfel, der Kante um Kante rollt, der Grund, der ausweicht und zurückfedert, die unruhigen Stufen der Seiten, die Spur, die ihre Farbe nur eine Weile hält.

Zwischen ungegenständlich und gegenständlich gilt: Schon die räumliche Ansicht stellt die konkreten Formen gegenständlich dar, als Körper im Raum – hier als ein Ring, durch den die Kamera hindurchfliegt, sodass man von innen nach außen blickt. Damit ist die Reihe eigentlich eine virtuelle Skulptur in Bewegung – eine skulpturale Digitalanimation.

Video

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  • Minimal RingLeereLichtung

    Ring – Leere – Rundgang

Immagini

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